Fragen, Nachdenken, Reflektieren. Wachsen, Sinnieren, Leben.

Bus. Enge. Hitze. Panik!

Wir sagen ¡Adiós! Las Peñitas. Schön war’s. Doch nun ziehen wir weiter. Wir haben unsere Backpacks geschultert. Und uns an den Straßenrand gestellt. Wir sind bereit. Bereit für den Chicken Bus. Nächster Halt: Granada.

Erster Zwischenstopp: León. Das kennen wir ja schon. Als alte Hasen winken wir uns gekonnt ein Taxi ran. Der Preis zum Busbahnhof ist schnell verhandelt, 20 C$ pro Person. Das Gepäck verstaut. Viel kleiner hätte das Auto auch nicht sein dürfen. 😀

Und dann passiert es. Der nächste Micro-Bus nach Managua steht bereit. Schnell füllt er sich. Noch zwei Plätze frei. Ganz hinten. Die letzte Bank. Wir quetschen uns durch. Wir sitzen. Die Rucksäcke auf dem Schoß. Die Türen werden geschlossen. Wir können uns kaum bewegen. Kein Platz. Keine Luft. Warm. Panik. Druck in der Brust. Druck im Hals. Zugeschnürt. Ich habe Angst. Vorm Ersticken. Vorm Erdrücktwerden. Panik. Kann nicht mehr klar denken. Nur eins. Ich muss raus! Schnell.

Mitreisende murren. Tuscheln. Müssen Platz machen. Platz für uns. Und dann die Erlösung. Wir sind wieder draußen. Luft. Wind. Sonne. Platz. Freiheit. Ich kann atmen. Beruhige mich. Der Bus ist weg. Ohne uns. Wir müssen auf den nächsten warten.

Was war das? So kenne ich mich gar nicht. Noch nie habe ich dieses Gefühl gehabt. Nie bin ich panisch geworden. Nie hat mir ein enger Raum Probleme bereitet. Oder Hitze. Wo kommt das auf einmal her? Warum? Ich kann es nicht erklären. Und doch ist es jetzt so. Ich habe meine erste Panik-Atacke gehabt. In einem engen, warmen Raum.



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