Fragen, Nachdenken, Reflektieren. Wachsen, Sinnieren, Leben.

Wir haben es getan. Schon wieder.

Wir haben es getan. Schon wieder.

Es zieht uns magisch an. Wir lassen uns locken. Wir lassen uns leiten. Wir können nicht widerstehen. Wir werden schwach. Wir geben nach. Wir folgen. Wir folgen einfach dem Ruf. Wir geben nach. Wir kommen!

Wir machen einen Ausflug in die Stadt. Es geht nach León. Zu Besuch. Mit dem Chicken Bus. Bevor wir am Mittwoch weiterziehen wollen.

Wir laufen. Schon wieder. Was sonst. Das mögen wir ja so. Wir erkunden alles. Zu Fuß. Schon wieder. Die Sonne brennt. Wir suchen den Schatten. Wir balancieren auf den engen Bürgersteigen. Vorbei an fliegenden Händlern. Vorbei an bunten Obstständen und bunten Wänden. Vorbei an Hunden und vorbei an Menschen. Immer mit den Augen auf dem Boden. Zur Sicherheit. Das nächste Loch, der nächste Stein, die nächste Stolperfalle kommt bestimmt…

Wir schauen uns ein Hostel an. Es ist schön. Eine kleine Oase mitten in der Stadt. Mit Garten. Und Pool. Die nächste Station? Vielleicht. Wir haben Hunger. Zeit für Frühstück. Zeit für…Gallo Pinto. 😉 Wir finden einen kleinen Laden. Unscheinbar. Und dennoch einladend. Das Essen ist OK. Aber nicht besonders. Trocken. Dafür günstig. Wir zahlen 74C$ für uns beide. Inklusive Kaffee. Ein guter Deal.

Ziel- aber nicht orientierungslos ziehen wir weiter. Wieder enge Wege. Hitze. Und ein Pfad im Schatten. Ab und an laute Musik. Wir biegen ab. Ein Tor. Wir gehen hinein. Tauchen ein in eine andere Welt. Eine Markthalle. Frisches Gemüse. Frische Eier. Gewürze, Fleisch und andere Leckereien. Das Treiben ist geschäftig. Händler bieten ihre Waren feil. Wir lächeln stets freundlich. Sie lächeln zurück. Wir fühlen uns fremd aber werden nicht so behandelt. Wir fühlen uns wohl. Ohne zu wissen kaufen wir ein Stück Kuchen. Oder Brot? Es schmeckt eigenartig. Es schmeckt uns nicht. Wegschmeißen? Nein. Es gibt Armut. An jeder Ecke. Wir verschenken eine Mahlzeit. Und wieder ein Lächeln…

Wir sind erschöpft. Es geht zurück. Zurück zum Bus. León ist schön. Bunt. Laut und auch leise. Quirlig aber nicht hektisch. Doch etwas fehlt. Das Meer. Das Rauschen der Wellen. Der sanfte Wind. Wir bleiben nicht hier. Aber vielleicht, vielleicht kommen wir wieder. Für einen Tag.



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